Zu Beginn: Diskretion und Schutz des Spenderareals sind nicht dasselbe
Eine Haartransplantation ohne Rasur tauscht chirurgische Effizienz gegen Diskretion, und dieser Tausch ist größer, als die meisten Patientinnen und Patienten erwarten. Ein Punkt sollte vor jedem Preisvergleich klar sein: Das Spenderareal nicht zu rasieren, schützt es nicht. Die Entnahme ist weiterhin eine FUE mit denselben Stanzen, der dauerhafte Verbrauch Ihres begrenzten Spendervorrats ist also derselbe, ob rasiert wird oder nicht. Es ändert sich nur, wie sichtbar die Entnahme kurzfristig aussieht.
Das Arbeiten zwischen vorhandenen Haaren verlangsamt außerdem Entnahme und Einsetzen erheblich. Eine Sitzung liefert daher weit weniger Grafts, als dieselben Stunden auf einer rasierten Kopfhaut ergäben, und die Kosten pro Graft steigen entsprechend. Bei ausgedehnter Glatzenbildung macht diese Rechnung eine vollständig unrasierte Behandlung unpraktikabel, so verlockend die Diskretion für sich genommen klingt.
Es lohnt sich, diese beiden Dinge, Diskretion und Schutz des Spenderareals, bewusst zu trennen, denn die Werbung für dieses Verfahren verwischt sie häufig. Eine Klinik, die betont, wie unsichtbar das Ergebnis aussehen wird, beschreibt einen echten Vorteil, aber einen für Ihr soziales oder berufliches Leben während der Erholung, nicht für die biologische Ressource, von der der gesamte Eingriff abhängt. Beide Fragen im Kopf auseinanderzuhalten, statt die eine für die andere stehen zu lassen, ist das Nützlichste, was diese Seite Ihnen vor jedem Preisvergleich mitgeben kann.