Was leistet eine Unterkörperstraffung, und worin unterscheidet sie sich von einer Bauchdeckenstraffung?
Die Operation. Die Chirurgin oder der Chirurg markiert im Stehen einen Gürtel rund um den Körper, meist beginnend an der Vorderseite, wo auch der Schnitt einer Bauchdeckenstraffung verlaufen würde, und führt ihn um die Flanken und über den Rücken oberhalb des Gesäßes. Haut und Fett innerhalb dieses Gürtels werden rundum entfernt. Vorn wird der Bauch gestrafft, die auseinandergewichene Muskulatur repariert und der Nabel neu positioniert; an den Seiten und am Rücken zieht der Wundverschluss Gesäß und Außenseiten der Oberschenkel nach oben. Während der Operation wird die Patientin oder der Patient umgelagert, was mit ein Grund dafür ist, dass sie vier bis sechs Stunden dauert. Es werden mehrere Drainagen gelegt.
Der Unterschied zur Bauchdeckenstraffung. Eine Bauchdeckenstraffung behandelt die Vorderseite und, in erweiterter Form, die Flanken. Für Gesäß oder Außenseiten der Oberschenkel bewirkt sie nichts, und bei einer Patientin oder einem Patienten, deren gesamte untere Körperhälfte abgesunken ist, lässt sie den Rücken unberührt, sodass das Ergebnis von hinten unvollständig aussieht. Eine Unterkörperstraffung behandelt Vorderseite, Seiten und Rücken als Einheit, und die Straffung von Gesäß und Außenseiten der Oberschenkel gelingt ohne gesonderte Schnitte an den Oberschenkeln selbst.
Was sie nicht leistet. Die Oberschenkelinnenseiten werden nicht gestrafft, dafür braucht es eine mediale bzw. vertikale Oberschenkelstraffung, und auch Oberarme, Brüste oder den Rücken oberhalb des Gürtels behandelt der Eingriff nicht; dafür sind eigene Operationen nötig. Er ist keine Fettabsaugung und verringert nicht das Fett im Bauchinneren.
Varianten. Manche Chirurginnen und Chirurgen verbinden die Unterkörperstraffung vorn mit einer vertikalen Komponente, einem Fleur-de-Lis-Schnitt, für Patientinnen und Patienten, deren Bauchhaut auch seitlich erschlafft ist; das ist eine nochmals längere Operation, und manche bevorzugen es, sie in einer eigenen Etappe durchzuführen. Eine Oberkörperstraffung behandelt Rücken und BH-Linie oberhalb des Gürtels und ist eine eigene Reise.
Für wen sie geeignet ist. Für Patientinnen und Patienten nach massivem Gewichtsverlust, bei denen Bauch, Flanken, Gesäß und Außenseiten der Oberschenkel abgesunken sind, die ein stabiles Gewicht und einen ausgeglichenen Ernährungsstatus haben und eine umlaufende Narbe akzeptieren. Beschränkt sich das Problem auf die Vorderseite, ist eine Bauchdeckenstraffung die richtige Operation, und eine Unterkörperstraffung wäre mehr, als nötig ist.
Bitten Sie die Chirurgin oder den Chirurgen, Sie auch von hinten zu untersuchen und zu sagen, ob Rücken und Gesäß die Operation tatsächlich brauchen.


